Loreena McKennit

Veröffentlicht in Bibliothek mit den Tags am 15. Dezember 2011 von undergroundnoises

Ich habe mir aus der Bibliothek zwei CDs der kanadischen Sängerin Loreena McKennit ausgeliehen. Zum einen, weil die Dame mit ihrer keltisch inspirierten Musik in der Schwarzen Szene sehr beliebt ist, zum anderen, weil ich nicht wirklich viel von ihr kenne. Die Musik ist wirklich sehr schön aber um ehrlich zu sein: Auf Dauer geht mir die Stimme auf den Zeiger. Ist mir irgendwie zu quietschig. Schade, damit werde ich wohl nicht warm werden.

Nina Simon – Images

Veröffentlicht in Radio mit den Tags , , , , am 19. Juli 2010 von undergroundnoises

Es passiert ja nicht so oft, dass mich Musik komplett aus den Latschen kippt aber dieses Lied hat es geschafft: Nina Simon – Images. Ich war grad beim Aufwaschen nach dem späten Sonntagmittagessen, als das Stück in den „Zwischentönen“ auf Deutschlandfunk lief. Bisher kannt ich nur „My Baby Just Cares For Me“, das ja eher fröhlich ist. Images hingegen ist tieftraurig.

Gewünscht hatte sich den Titel die Publizistin Helga Hirsch.
Ich weiß, dass das albern klingt aber ich musste heulen wie ein Schloßhund und hinterher habe ich das Radio erst einmal ausgemacht, um das Ganze zu verdauen. Ist mir lange nicht mehr passiert, dass mich ein Lied so berührt hat…

Blutleerer Berserker

Veröffentlicht in Fundstück mit den Tags , , am 11. Juli 2010 von undergroundnoises

Ich habe vor einigen Tagen second hand „Berserker“ von Gary Numan erstanden. Im Freundeskreis gibt es Einige, die den Engländer für genial halten und so nahm ich das gute Vinyl-Teil für drei Euronen selbstverständlich mit.

Berserker - Gary Numan

Heute bin ich nun endlich dazu gekommen, mir das Ganze mal am Stück anzuhören. Was soll ich groß dazu sagen? Ziemlich blutleerer Synthiepop mit den typischen funky Bässen aus der Dose. Nicht mal irgendein Hit ist drauf, so dass ich das Teil für die Disko verwerten könnte. Ich hab mal in meinem allwissenden Rocklexikon nachgeschaut und siehe da: Numan war auch nie ein Freund der Kritiker. Der Hauptvorwurf: Numan kümmere sich mehr um sein Styling und seine Show als um die usik. Also liege ich nicht so falsch, wenn mir die Faszination an diesem Künstler abgeht. Werde die Platte wieder verschenken. Es gibt sicher noch Mitmenschen, die das nicht anficht.

Sido gecovert

Veröffentlicht in Fundstück mit den Tags , , , am 13. April 2010 von undergroundnoises

Eine absolut großártige Persiflage des genialen Rainer von Vielen auf Sido’s „Mein Block“

und hier das Original…

Karat

Veröffentlicht in Fundstück mit den Tags , , , , am 2. April 2010 von undergroundnoises

Heute habe ich – eigentlich per Zufall – mal wieder eine uralte CD in die Hände bekommen. Naja uralt – der Tonträger ist von 1993, die darauf enthaltenen Titel zum Teil 15 Jahre älter. Es handelt sich dabei um eine „Best of“ der ostdeutschen Rockband Karat (Castle Masters Collection).
Zum einen war ich erstaunt, wie gut ich die Texte noch auswendig kannte, so zum Beispiel vom Opener „Jede Stunde“ oder vom „Schwanenkönig.“ Nicht zu vergessen, die sieben Brücken… OK, das sind nun mal die Hits, die jeder kennt aber bei mir kommt noch hinzu, dass ich mit dieser Musik aufgewachsen bin, diese aber im Zuge meiner musikalischen Sozialisierung ganz weit nach hinten verdrängt habe. Manche Titel habe ich 20 Jahre und länger nicht mehr gehört…
Regelrecht weggehauen haben mich hingegen die Stücke „Marionetten„, „Narrenschiff“ und „Albatros„, die ersteren beiden vor allem wegen der Texte, „Albatros“ auch musikalisch. Wer sich heute die Songtexte durchliest, kann sich wohl kaum noch vorstellen, was, Zeilen wie „Und krachen die Stürme mit rauher Gewalt / auf den Ozeanen so unendlich weit, / dann fliegt er mit Feuer und steigt ungeheuer / zur Freiheit der Meere. / Doch wenn er gefangen / in armdicken Schlingen mit Tücke und List, / dann brechen die Schwingen; / es trauert das Meer, das den Herrscher vermißt: / Gefangen sein heißt für ihn Tod“ für einen DDR-Bürger bedeutet haben. Kaum vorstellbar auch, dass die Oberen die Untertöne bei „Marionetten“ nicht verstanden haben: „Köpfe aus Holz, die sind hohl, / und sie nicken nur auf Befehl, / und sie spielen dir vor, / was der Meister befiehlt. / Und sie tanzen im Reigen, sie spielen und schweigen, / das ganze Theater, es schillert so bunt“. Textzeilen, die meiner Meinung nach auch heutzutage noch zutreffen…
Ich werd zwar jetzt sicher kein Ostalgiker, aber ich denke, es lohnt sich ab und zu die alten Scheiben hervorzuholen. Im Falle von Karat auch, weil die Band einfach fantastische Stücke geschrieben haben. Ganz nebenbei gefallen mir auch die sehr mystisch-metaphorischen Texte solcher Titel wie „Schwanenkönig“, bei denen man sich immer fragt: Warum drückt er das jetzt so aus? Das ist Lyric…

Subversive Intentions & Transatlantic Rage

Veröffentlicht in Internet mit den Tags , am 1. Februar 2010 von undergroundnoises

Wer freut sich nicht über ein Geschenk? In Zeiten der zunehmenden Kriminalisierung von „Musikpiraten“ sind freie Downloads gern willkommen. So lud ich mir denn auch die Split-Platte von Transatlantic Rage und Subversive Intentions auf den Rechner, doch viel Freude kam dabei nicht auf. Sorry Freunde, aber das ist sogar mir viel zu gestört. Da fehlt einfach alles, was Musik für mich attraktiv macht. Und auch die geniale Note von Nurse With Wound kann ich nicht entdecken, nur Chaos. Da müsst Ihr leider wieder runter von der Festplatte und Platz für andere Künstler machen…

split si tar

Kritikerliebling: And So I Watch You From Afar

Veröffentlicht in Empfehlungen mit den Tags , , , am 28. Januar 2010 von undergroundnoises

Kritikerliebling zu sein ist eine feine Sache. An den musikalischen Fähigkeiten der Belfaster Truppe And So I Watch You From Afar gibt es auch nichts auszusetzen: „Monstergitarren, die Theatralik des Rock und Momente, die einem den Atem verschlagen, sorgten dafür, dass die Kritiker „And So I Watch You From Afar“ reihenweise zur Platte des Jahres 2009 erklärten“. Das mag stimmen – mir sagt das Ganze nicht zu. Möglicherweise reißt die Musik beim Livespiel mit, von Konserve fehlt mir vor allem eins: ein zur Musik passender intensiver Gesang, der dem ganzen technisch hochwertigen Gedudel Leben einhaucht…

Mika – The Boy Who Knew To Much

Veröffentlicht in Bibliothek mit den Tags , , am 27. Januar 2010 von undergroundnoises

“Big girls – you are beautiful”, die Hymne auf die pralle Weiblichkeit kennt sicher Jeder. Der Hit findet sich leider nicht auf dem aktuellen 2009er Album des Briten mit bürgerliche Namen Michael Holbrook Penniman. Stattdessen gibt’s allerhand glatten Bubblegum-Pop mit einigen verrückten Ausreißern. Das ist nicht schlecht, auf Dauer aber auch einfach zu wenig. Da kann Mika noch so sexy kieksen und die Stimme im Tremolo erschüttern. Langweilig und persönlich nervt’s mich so sehr, dass ich bei Titel 4, „Dr. John“ die Reißleine ziehe…

PS: Das schön gestaltete, quietschebunte Booklet passt zum infantilen Gebaren Mikas.

Cat Power – Jukebox

Veröffentlicht in Bibliothek mit den Tags , , am 27. Januar 2010 von undergroundnoises

Eine tolle Stimme hat sie ja, Cat Power aka Charlyn Marie Marshall. Als ich die CD in der Bibliothek sah, wusste ich sofort, dass ich mir das anhören will; schließlich hatte ich schon Einiges (natürlich nur Gutes) über die Musikerin gehört. Nach den ersten Tönen von „New York“ nahm ich dann die CD zur Hand und musste enttäuscht feststellen, dass hier nur Coverversionen drauf sind. Zwar hat die Amerikanerin die Messlatte sehr hoch gehängt – sie covert Größen wie Frank Sinatra, James Brown, Billie Holiday, Nick Cave oder Joni Mitchell aber mir wäre doch lieber gewesen, bei diese ersten Begegnung was Eigenes von Cat Power zu hören. Gute Cover aber wirklich spannend kann ich das nicht finden. Schade.
Unbedingt anhörenswert sind auf jeden Fall Titel 7, das Traditional „Lord, Help the Poor & Needy“, das Billie Holiday-Cover „Don’t Explain“ und die Interpretation von Joni Mitchells „Blue“. Diese Stücke berühren besonders, auch Dank der Leistung der handwerklich großartigen Begleitmusiker. In den Schrank stellen würde ich mir die CD trotzdem nicht.

Velvetone

Veröffentlicht in Empfehlungen mit den Tags , , am 25. Januar 2010 von undergroundnoises

„Rock’nRoll will never die“ war sich Neil Young schon immer sicher. Und solche Bands wie Velvetone sorgen dafür, dass die Behauptung des Meisters der Wahrheit entspricht. Auch wenn der Rock’n’Roll der Bremer reichlich Wüstenstaub atmet und dabei Psychobilly inhaliert hat, ändert das nichts an der Tatsache, dass man sich hier auf die Wurzeln der Populärmusik besinnt. Sehr angenehm!

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